Was woanders keinen Platz hatte

Anpassungsfähige Narrative der Impfgegner und der Totimpfstoff

Die Narrative der Impfgegner passen sich den Umständen an. Aktuell sind da verstärkt „soziale Allüren“ dabei, sie sind also Kämpfer für die Rechte des Klininkpersonals und sich sicher, dass sie nur Opfer des (vorsätzlichen) Bettenabbaus sind und sie der Sündenbock, um eine schon längere bestehende Misere zu kaschieren.Viele sind ja auch der Suche nach der „richtigen“ Therapie , die in ihr Bild von „Wahrheit“ auch hineinpasst und sind der Auffassung, ihnen würde dies von der pharma-hörigen Regierung und ihren „Handlangern in Weiß“ vorsätzlich, und in der Absicht ihnen zu schaden verweigert.

Einige warten jetzt angeblich auf den „Totimpfstoff“- we aber die Debatte um die Masernimpfungen verfolgt hat, ahnt, dass dann die Sau „Adjuvanzien“ wieder durchs Dorf getrieben wird. Daher dürfte das für viele nur eine Ausrede mit aufschiebender Wirkung sein. Wenn der denn verfügbar ist, kommen neue Narrative aus der Schublade oder aus dem heiteren Himmel.

Was ich mitbekomme, ist, dass die Geduld der Mehrheitsbevölkerung Grenzen hat und vielerorts lautstarke Impfgegner auch auf Widerstand und Gegenrede stoßen. Ich denke, das ist eine notwendige und auch vorhersehbare Entwicklung. Die Subkultur der Impfverweigerer bildet eben in gesellschaftlich relevanten Bereichen, wie dem „solidarischen Impfen“ oder anderen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie keine Schnittmenge mehr mit dem Wertekonsens der Mehrheitsgesellschaft und mit dies erkennbar zum Nachteil aller – auch der Mehrheitsgesellschaft. das kommt bei denen auch an. Daher begegnet man zunehmend einer „Jana aus Kassel“- Allüre und die Vergleiche mit der Judenverfolgung im dritten reich nehmen zu. „Von der Volksgemeinschaft ausgeschlossen“ steht also auf ihren schwarz-weißen Sharepics oder Vergleiche zum Warschauer-Ghetto und „Kauft nicht bei ungeimpften“ Schilder – per Retusche fabriziert aus Bildern der 30er Jahre und der zeit des Nationalsozialismus. Verstörend.

Innerhalb der Mehrheit-Gesellschaft gibt es eine gewisse Uneinigkeit, ob Appeasement und Toleranz angebracht sind („die paar Abweichler sind kein Problem“) oder ob man doch den Druck erhöhen sollte um sie von ihrem Kurs abzubringen. In diese zweite Gruppe gehört wohl die Vorstellung, sie bei einer Triage zu benachteiligen, oder ihnen anzubieten, im Falle der Notwendigkeit einer intensivmedizinischen Betreuung per Patientenverfügung vorzeitig in Richtung Palliativstation zu verlegen. Dann hätten sie wahrscheinlich genau den „Genozid“, von dem sie die ganze Zeit reden. Selbst verordnet – gewissermaßen, aber dann doch nicht ganz freiwillig. Die Folgen davon, dass eine häufig der AfD nahesstehende Subkultur sich als Opfer eines Genozides bedroht fühlt, möchte ich lieber nicht erleben.

Man wird sich also etwas anderes einfallen lassen müssen.Die Ausweitung von 2G und eine Erhöhung der Test-Dichte ist, denke ich, schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.

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